Ein Land im vierten Kriegswinter. Die Ukraine erscheint weit weg, man stellt sie sich oft isoliert vor: zerstörte Straßen, kaum Verbindung zur Außenwelt. Doch in Berlin-Mitte, in einer Filiale des ukrainischen Unternehmens Nova Post, wirkt sie plötzlich ganz nah. An einem ruhigen Samstagmorgen, fahles Herbstlicht fällt durch die bodentiefen Fensterfronten, drängen sich hier Menschen mit Tüten und Taschen. Valentina Didowez wartet geduldig, um der Tochter Decken und Kerzen zu senden. Damit diese weniger frieren muss und etwas sehen kann, wenn nahe der russischen Grenze wieder einmal der Strom ausfällt. Maksym Zorych eilt herein, um Dokumente von seinem Buchhalter in Charkiw zu empfangen. Nastya Demchenko hat ihrer kleinen Schwester eine Puppe eingepackt. Sie alle wollen mit ihrer Heimat in Kontakt bleiben – per Paketsendung.
UkraineEin Päckchen Hoffnung
Aus Heft 50/25
Lesezeit: 2 Min.

Mit Nova Post senden viele Ukrainerinnen und Ukrainer Pakete in die Heimat. Wir waren in der Filiale in Berlin-Mitte und haben nachgefragt: Was genau schicken die Menschen ins Kriegsgebiet?
Von Lena Frings und Viktar Vasileuski Fotos von Caroline Heinecke
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