Leben und GesellschaftKleine Enttäuschung

Aus Heft 33/23

Lesezeit: 8 Min.

Foto: Getty Images / Westend61

Als vor 25 Jahren der »Smart Fortwo« auf den Markt kam, sollte er die Mobilität grundlegend verändern. Heute sind die Straßen ­verstopfter denn je – und der »Fortwo« wird eingestellt. Über die verpasste Chance auf eine Revolution.

Von Marc Baumann und Viola Koegst

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Vielleicht sollte die deutsche Autoindustrie ihre wichtigsten Führungskräfte aus Wolfsburg, Stuttgart, Rüsselsheim, Ingolstadt und München auf eine Bildungsreise nach Rom schicken. Für 49,20 Euro pro Person gibt es dort gerade die dreistündige Führung »Kolosseum, Forum Romanum und Palatin-Hügel« zu buchen. Ohne Warteschlangen und inklusive Audioguide lernt man, wie von einer einstigen Weltmacht und ihren Kaisern am Ende nur hübsche ­Ruinen übrig blieben. Anschließend könnten die deutschen Top-Manager noch durch das umliegende Viertel Monti schlendern und die auffallend vielen Smarts betrachten, die hier und in der ganzen Stadt durch die Gassen fahren und in den kleinsten Parklücken stehen. An keinem Ort weltweit hat sich dieses Auto so gut verkauft wie in Rom.

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