SZ-Magazin: Sie beschäftigen sich seit 25 Jahren mit Migrationsdebatten in Deutschland. Ist die Gesellschaft in diesem Vierteljahrhundert vorangekommen oder haben Sie das Gefühl, man dreht sich im Kreis?
Serhat Karakayali: Das kommt darauf an, wen Sie meinen. In der wissenschaftlichen, akademischen Debatte gibt es eine unglaubliche Dynamik, in vielen gesellschaftlichen Bereichen eher Stillstand.
Leben und Gesellschaft»Es hat sich kaum verändert, wer in diesem Land die Taxis fährt und die Wohnungen putzt«
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Fast alle Deutschen finden, dass es in ihrer Gesellschaft Rassismus gibt. Warum tun wir uns dann so schwer, ihn zu bekämpfen? Der Migrationsforscher Serhat Karakayali erklärt, warum wir häufig nicht merken, wenn wir selbst rassistisch handeln – und warum es endlich mehr braucht als gute Absichten.
Interview: Susan Djahangard