Leben und Gesellschaft»Man muss anerkennen, dass man Mist gebaut hat« 

Lesezeit: 6 Min.

Foto: Noah Clark / Unsplash

Sie sind fremdgegangen, haben gelogen oder andere verletzt: Viele Menschen quälen sich jahrelang mit Schuldgefühlen. Warum sich selbst zu vergeben so wichtig ist und wie es gelingen kann, erklärt die Psychologin Maike Baumann.

Interview: Lea Mohr

SZ-Magazin: Frau Baumann, warum ist es so schwer, sich selbst zu vergeben?
Maike Baumann: Jeder Mensch hat Grundwerte. Wenn wir entgegen diesen Werten handeln, löst das Scham aus, eines der unangenehmsten Gefühle überhaupt. Diese Scham macht es kompliziert, sich selbst zu vergeben. Viel komplizierter als anderen, im Übrigen.

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