Simone Burel, 36, Mannheim, neuer Job
»Nach meiner Linguistik-Promotion in Mannheim habe ich in Frankfurt bei einem Finanzdienstleister als Kommunikationsleiterin angefangen. Ich war 28, wollte unbedingt in die Leitungsposition, hatte den höchsten Bildungsabschluss in der Firma und bereits Erfahrung in der Unternehmensberatung. Aber ich hatte noch nie in einem so großen Unternehmen gearbeitet. Dort herrschte eine andere - männlich und machtorientierte Kultur, die nicht dem entsprach, was ich mir vorstellte. Im Großraumbüro saß ich in der Mitte, ich konnte mich nicht zurückziehen. Ich habe mich permanent beobachtet gefühlt. Das hat mich gestresst. Ziemlich bald schon gab es Differenzen zwischen mir und den anderen, weil ich mir nicht alles bieten lassen wollte. In den sonstigen Führungspositionen außer der meinen waren im Übrigen nur Männer, Frauen arbeiteten als Assistentinnen.
