Leben und Gesellschaft»Ich hatte große Angst, den Stempel des Scheiterns zu tragen«

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»Es braucht Mut neu anzufangen. Doch es birgt auch die Chance, sich zu vergeben und wieder zu starten.« (Markus Roll)
»Es braucht Mut neu anzufangen. Doch es birgt auch die Chance, sich zu vergeben und wieder zu starten.« (Markus Roll) Foto: Nathan Cowley/Pexels

Fehler einzugestehen und offen über Misserfolge zu sprechen, fällt vielen schwer. Dabei kann gerade aus solchen Momenten große Kraft erwachsen. Vier Menschen erzählen, woran sie im Leben gescheitert sind, was sie daraus gelernt haben – und wie ihr Neustart aussah.

Protokolle: Beyza Arslan-Tenha

Simone Burel, 36, Mannheim, neuer Job

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»Nach meiner Linguistik-Promotion in Mannheim habe ich in Frankfurt bei einem Finanzdienstleister als Kommunikationsleiterin angefangen. Ich war 28, wollte unbedingt in die Leitungsposition, hatte den höchsten Bildungsabschluss in der Firma und bereits Erfahrung in der Unternehmensberatung. Aber ich hatte noch nie in einem so großen Unternehmen gearbeitet. Dort herrschte eine andere - männlich und machtorientierte Kultur, die nicht dem entsprach, was ich mir vorstellte. Im Großraumbüro saß ich in der Mitte, ich konnte mich nicht zurückziehen. Ich habe mich permanent beobachtet gefühlt. Das hat mich gestresst. Ziemlich bald schon gab es Differenzen zwischen mir und den anderen, weil ich mir nicht alles bieten lassen wollte. In den sonstigen Führungspositionen außer der meinen waren im Übrigen nur Männer, Frauen arbeiteten als Assistentinnen.

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