Leben und GesellschaftHilfe für die Helfenden

Aus Heft 24/21

Lesezeit: 12 Min.

Kerstin Strebe ist Fachkrankenpflegerin für Anästhesie und ­Intensivpflege in München. Für die Notrufnummer arbeitet sie ehrenamtlich.
Kerstin Strebe ist Fachkrankenpflegerin für Anästhesie und ­Intensivpflege in München. Für die Notrufnummer arbeitet sie ehrenamtlich. Sima Dehgani

Wenn Pflegekräfte an ihre Grenzen kommen, können sie eine besondere Notrufnummer wählen. Kerstin Strebe hört ­ihnen dort ­zu – und erfährt erschütternde Geschichten, die normalerweise nicht aus dem Krankenhaus nach außen dringen.

Von Roland Schulz

S

Sie wiegte ihre Tochter in den Schlaf, als der Anruf kam. Ein Dienstag vor Weihnachten, auf der Höhe der zweiten Welle. Ihr Telefon zeigte kurz nach zwölf am Mittag, die letzte Stunde ihrer Bereitschaft. Sie hob ab. Die Zentrale. Still hörte sie, wer in der Leitung wartete. Ein Mann. Covid-Station. Er hatte angegeben, er müsse reden. Dann stellte die Zentrale den Anrufer durch. Hallo, sagte Kerstin Strebe und setzte an, ihren Namen zu nennen, wie es ihr Leitfaden vorgab. Sie kam nicht dazu.

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