Leben und Gesellschaft»Wenn wir nostalgisch sind, erscheint uns das Leben sinnvoll«

Aus Heft 39/19

Lesezeit: 8 Min.

Früher und heute: Der ukrainische Künstler Alexey Kondakov montiert Figuren aus klassischen Gemälden in moderne Alltags­situationen, hier eine Frau aus einem Werk von Guillaume Seignac.
Früher und heute: Der ukrainische Künstler Alexey Kondakov montiert Figuren aus klassischen Gemälden in moderne Alltags­situationen, hier eine Frau aus einem Werk von Guillaume Seignac. Foto-Illustration: Alexey Kondakov

Warum hängen viele Menschen so sehr an alten Dingen und schwärmen von vergangenen Zeiten? Der Psychologe Tim Wildschut erklärt, warum Nostalgie auch ihr Gutes hat.

Interview: Lisa Frieda Cossham Foto-Illustrationen: Alexey Kondakov

SZ-Magazin: Sie sagen, Nostalgie mache glücklich. Nach landläufiger Meinung sind Nostalgiker eher Menschen, die daran leiden, dass angeblich früher alles besser war.
Tim Wildschut: Die Nostalgie hatte lange keinen guten Ruf, das ist richtig. Sie wurde mit Symptomen wie Angst, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit assoziiert und galt als Soldatenkrankheit. Das griechische Wort »nóstos« bedeutet Heimkehr, »álgos« bedeutet Schmerz. Begrifflich gesehen geht es also um den Schmerz, den die Sehnsucht nach der Heimat auslöst. Das Wort Nostalgie hat ein Schweizer Mediziner geprägt, Johannes Hofer. Er hat Ende des 17. Jahrhunderts über Nostalgie, oder Heimwehe promoviert, in der Folge waren die Begriffe noch austauschbar.

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