Leben und GesellschaftWie man mitten im Leben noch mal neu anfängt

Lesezeit: 8 Min.

Katharina Afflerbach
Katharina Afflerbach Foto: Privat

Viele Menschen sind unglücklich, halten aber an alten Mustern fest: Der Trott ist bequem, die Angst vor dem Scheitern zu groß. Hier erzählen vier Personen, wie sie es geschafft haben, sich neu zu erfinden.

Protokolle: Madeleine Londene

Katharina Afflerbach, 43 Jahre

I

Ich habe lange als Managerin in der Kreuzfahrtbranche gearbeitet. Internationale Dienstreisen, schöne Hotels und teures Essen gehörten zu meinem Alltag. In den ersten Berufsjahren nach der Uni habe ich ausschließlich gemacht, was von mir erwartet wurde: erfolgreich sein. Ich stürzte mich von einem Projekt in das nächste, keine Beförderung reichte mir. Dabei habe ich mir viel zu selten Gedanken darüber gemacht, was ich eigentlich will und was mich glücklich macht. Heute weiß ich, dass ich mich in dieser Zeit über Leistung definiert habe. Ich dachte, ich sei glücklich, weil ich so viel leiste.

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