Leben und Gesellschaft»Es gehört dazu, die eigene Unzulänglichkeit akzeptieren zu können«

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Mehr Glück und Lebensfreude durch Nagomi? Ken Mogi ist sich sicher, dass es einen Zusammenhang gibt.
Mehr Glück und Lebensfreude durch Nagomi? Ken Mogi ist sich sicher, dass es einen Zusammenhang gibt. Foto: iStock

Nagomi umschreibt die japanische Philosophie von Harmonie und Glück – und damit die Grundpfeiler des guten Lebens und einer funktionierenden Gesellschaft. Der Neurowissenschaftler Ken Mogi hat ein Buch darüber geschrieben, wie jeder Mensch zu mehr Nagomi findet, und erklärt im Interview, warum Perfektionismus selten hilfreich ist, um wirklich glücklich zu sein.

Interview: Lars Reichardt

SZ Magazin: Herr Mogi, Sie sind Japaner, haben aber auch zwei Jahre in Cambridge studiert und kennen England gut. Halten Sie Japaner für glücklicher als Engländer?
Ken Mogi: Auf der diesbezüglichen Skala eines Weltreports rangiert Japan nicht sehr weit oben, aber das liegt vermutlich daran, dass Japaner nicht mit ihrem Glück prahlen wollen. Und Nagomi ist wahrscheinlich der Grund dafür. Wenn ein Japaner sagt, er sei glücklich, befürchtet er, seine Mitmenschen könnten sich dadurch schlecht fühlen. Aber Deutsche sind doch auch eher zurückhaltend beim Ausdruck ihrer Gefühlswelt, nicht wahr? Das ist eine Frage der Kultur.

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