Künstliche IntelligenzDer Feind in meinem Chat

Aus Heft 33/25

Lesezeit: 11 Min.

Mit lieben Grüßen von mir und ChatGPT: Nicht alles, was man sich heute unter Freunden schickt, stammt zwingend aus menschlicher Hand.
Mit lieben Grüßen von mir und ChatGPT: Nicht alles, was man sich heute unter Freunden schickt, stammt zwingend aus menschlicher Hand. Illustration: Darren Shaddick

Unser Autor erlebt, wie ChatGPT eine seiner ältesten Freundschaften bedroht. Kann man von anderen verlangen, ohne künstliche Intelligenz zu kommunizieren?

Von Till Raether

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Eifersucht ist ein quälendes Gefühl. Wenn man Angst hat, dass ein geliebter Mensch sich einer anderen Person zuwendet und man selbst dadurch weniger wichtig wird. Angst, dass der andere sich verändert und sich dadurch von einem entfernt. Es ist das Gegenteil von Großzügigkeit, wenn man einen Menschen kontrollieren und einschränken, vielleicht sogar beherrschen will. Man fühlt sich hilflos, kleinlich, unsympathisch. Und, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen: erst recht, wenn der Rivale im Eifersuchtsdreieck kein anderer Mensch ist, sondern ein körperloses, halluzinierendes Sprachmodell. Wenn man also, wie ich, Angst hat, den ältesten Freund an ChatGPT zu verlieren.

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