Leben und GesellschaftKleine Gesten, die das Leben besser machen

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Einmal in die Augen schauen – das wünscht sich die Kassiererin von den Supermarktbesuchern.
Einmal in die Augen schauen – das wünscht sich die Kassiererin von den Supermarktbesuchern. Foto: iStock

Gerade in schwierigen Zeiten sollte man Rücksicht aufeinander nehmen und einander helfen. Das sagt sich leicht, aber was bedeutet es eigentlich? Wir haben Mitarbeitende in Supermärkten, Pflegeeinrichtungen oder Friseursalons gefragt: Welche kleinen Gesten würden Ihren Alltag schöner machen?

Protokolle: Julia Lindner und Laura Roban

Friseurin, Friedrichsdorf im Taunus

W

»Weniger jammern – das würde meinen Berufsalltag deutlich erleichtern. Ich schenke meinen Kundinnen und Kunden natürlich meine volle Aufmerksamkeit, und als außenstehende, neutrale Person verleite ich offenbar dazu, ein Ventil für alle Themen zu sein, die die Menschen so beschäftigen. Leider auch im Negativen. Oft würde es schon helfen, wenn sie mehr darüber nachdenken würden, was sie erzählen und wie es wirkt. Eine Kundin schimpfte sogar mal, sie sei froh über jedes sinkende Schiff mit Flüchtlingen im Mittelmeer, denn das bedeute, dass sie nicht hierherkämen. Sie sagte das, als merke sie gar nicht, wie menschenverachtend ihre Aussage war. Ich habe die Kundin trotzdem fertig betreut, aber das war sehr unangenehm und hat meinen Arbeitsalltag belastet. Auch Corona ist immer noch eine Belastung, zum Beispiel wenn sich Kundinnen und Kunden weigern, die Maske aufzusetzen oder eine Hygienepauschale zu bezahlen. Das nervt, da es nichts Neues ist und ich trotzdem immer wieder diskutieren muss.«

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