Es ist wieder einer dieser Tage: Nach Kita und Schule noch auf den Spielplatz, um den Kindern eine Freude zu machen. Verstecken, rutschen, schaukeln, wippen, klettern. Wiederholen. Irgendwann sind alle müde, wir sollten heim, kochen, die Abendroutine starten. Die Kleine: heult, weil sie nicht gehen will. Der Mittlere: heult, weil er was essen will. Der Große: heult, weil er will, dass die beiden anderen aufhören zu heulen. Die anderen Eltern auf dem Spielplatz: schauen interessiert zu. Bei mir: Überforderung, Ungeduld, schlechtes Gewissen. Weil es mal wieder nicht geklappt hat, den Kindern eine Freude zu machen, die auch in Freude endet und nicht in Frust von allen Seiten.
Leben und GesellschaftWie wird man als Eltern gelassener?
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Fragt man Eltern, was sie sich vornehmen, dann ist es meist: mehr Gelassenheit. Doch wie bitte soll man die Ruhe bewahren zwischen Personalengpass in der Kita, Tomatensauce an den Wänden und den argwöhnischen Blicken der Nachbarn? Eine Mutter macht sich auf die Suche nach Lösungen.
Von Ines Schipperges
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