Leben und GesellschaftDrei Lektionen für mehr Gelassenheit

Aus Heft 2/24

Lesezeit: 5 Min.

Foto: iStock / Esther Pueyo

Bankgespräche, Reklamationen, Bahnfahrten: Das Leben wäre so viel einfacher, wenn man sich nicht immer schon im ­Voraus ärgern würde. Aber wie kann man sich all die Könnte/wäre/hätte-Gedanken sparen?

Von Max Fellmann

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Eigentlich wollte ich diesen Text gar nicht schreiben. Aber vor genau einem Jahr fragte der Chef in bester Neujahrslaune, na, irgendwas Schönes vorgenommen für 2023? Ich sagte wahrheitsgemäß, dass ich mir noch nie ­irgendwas zum Jahreswechsel vorgenommen habe, aber nun ja, dass ich es ganz gut fände, mich nicht immer schon im Voraus über Dinge zu ärgern; und dass ich das im neuen Jahr gern besser hinkriegen würde. Zum Beispiel vor anstehenden Gesprächen mit der Bank, Anfragen beim Service der Post, Reklamationen beim Versandhändler, all so was. Die Themen eben, bei denen man schon Tage im Voraus durchdrehen kann, weil man damit rechnet, dass alles fürchterlich laufen wird. Der Chef strahlte mich an und sagte, na wunderbar, dann probier mal und schreib’s auf. Gut­mütig sagte ich Ja.

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