Leben und GesellschaftKann man mit Menschen befreundet sein, deren Weltsicht man nicht teilt?

Aus Heft 2/23

Lesezeit: 6 Min.

Gegensätzliche Haltungen einnehmen und einander eine Stütze sein – in einer Freundschaft schließt sich das nicht aus.
Gegensätzliche Haltungen einnehmen und einander eine Stütze sein – in einer Freundschaft schließt sich das nicht aus. Melissa Schriek

Die Krisen der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass auch Freundinnen und Freunde politisch auseinanderdriften. Warum es sich trotzdem lohnt, in Kontakt zu bleiben – für den Kopf und für das Herz.

Von Thomas Bärnthaler Foto: Melissa Schriek

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Menschen können einem nah sein und doch fremd werden. Mein Freund und ich kennen uns schon ein halbes Leben lang. Begegnet sind wir uns vor mehr als 30 Jahren. Als junge Menschen besuchten wir dieselben Konzerte, tranken in denselben Bars und studierten an derselben Uni, das schweißt zusammen. Jetzt sind unsere Schläfen grau und unsere Kinder fast gleich alt. Wir waren auch schon gemeinsam mit unseren Familien im Urlaub. Ich dachte, ich wüsste, wie er tickt, doch seit er mir ungefragt Links zu Artikeln rechtspopulistischer Onlinemagazine wie Tichys Einblick schickt, habe ich das Gefühl, ich kenne ihn nicht mehr.

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