Leben und GesellschaftUnser brüchiges Glück

Aus Heft 19/20

Lesezeit: 10 Min.

In Szenen wie diese grätschte das Coronavirus brutal dazwischen: Auf einmal merken wir, wie wackelig unser System, wie brüchig unser Glück ist.
In Szenen wie diese grätschte das Coronavirus brutal dazwischen: Auf einmal merken wir, wie wackelig unser System, wie brüchig unser Glück ist. Foto: Elaine Constantine/Industry Art

Alles wird gut – seit Wochen machen sich viele mit diesem Satz gegenseitig Mut. Die Wahrheit ist: Niemand weiß, ob es gut wird. Hoffnung gibt es dennoch: Es ist die Konfrontation mit unserer Machtlosigkeit, die uns am Ende retten könnte.

Von Tobias Haberl

V

Vor Jahren reiste ich mit einem Freund durch Ghana. An einem besonders schwülen Tag gelangten wir an das Ufer des Volta, eines gigantischen Tropenflusses. Wir waren so erschöpft, dass wir, ohne groß nachzudenken, ins Wasser sprangen. Nur kurz, sagten wir uns, eine Abkühlung.

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