Leben und GesellschaftDie letzten Dinge

Aus Heft 7/21

Lesezeit: 3 Min.

Elfriede Marbach  Außer ihrem Namen und ihrer Herkunft Breslau ist über ihr Schicksal nichts bekannt.
Elfriede Marbach
Außer ihrem Namen und ihrer Herkunft Breslau ist über ihr Schicksal nichts bekannt. Maik Rositzki

Wen die Nazis ins Konzentrationslager brachten, dem wurde alles genommen, was er bei sich trug. Einige dieser Gegenstände sind erhalten geblieben. Die Nachkommen ihrer Besitzerinnen und Besitzer werden bis heute gesucht.

Von Roland Schulz Fotos: Maik Rositzki

A

Aus dem Umschlag, der seine Häftlingsnummer trägt, gleitet eine Uhr, eine Taschenuhr. Sie ist Ende 1944 oder Anfang 1945 stehengeblieben, um kurz nach halb neun. In ihrem Inneren, verborgen im hinteren Staubdeckel, stecken sechs Fotografien, sorgfältig zugeschnitten, um auf so kleiner Fläche Platz zu finden. Ein Jüngling mit Hut. Ein alter Mann. Ein Baby. Wer waren diese Menschen, was bedeuteten sie ihm? Gegenüber, auf dem Boden des Gehäuses, eine Gravur: »Hamburg – Altona«, steht da, »1942 – 194 «. Er hatte offenbar die Hoffnung, in die Leerstelle dereinst das Jahr seiner Freiheit einzugravieren.

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