Seit vierzig Jahren gibt Helge Schneider Konzerte, meistens fährt er selbst zu seinen Auftritten, oft in verrückten Fahrzeugen – einige Zeit fuhr er einen umgebauten Feuerwehrwagen. Er liebt Autos und Autobahnen, eigentlich redet er auch gerne darüber. Aber er hat Urlaub, da will er keine Interviews geben. Familienzeit. Nur zwei Auftritte hat der 63-Jährige im August, einen davon in der Schweiz, er fährt mit dem Wohnmobil, zwei seiner Kinder sind dabei. Auf dem Rückweg ein spontaner Stopp in München. Und so findet sich doch Zeit für ein Gespräch. Helge duzt gerne und will auch selbst geduzt werden. Es ist neun Uhr abends, ein Treffen im »Tabacco«, einer Bar nahe der Frauenkirche. »Wo sind die Kinder?«, fragt der Wirt zur Begrüßung. Kommen gleich, antwortet Helge, die sind da hinten am Brunnen. Legen wir los, meint er dann, um zehn müssen die Kinder ins Bett. »Also, Autobahnen …«
Leben und Gesellschaft»Die Autobahn ist wie ein Tunnel durch die Welt«
Aus Heft 36/18
Lesezeit: 9 Min.

Kaum ein Künstler ist so viel auf deutschen Straßen unterwegs wie Helge Schneider. Er fährt am liebsten nachts. Tipps für lange Autofahrten – von einem Profi.
Interview: Lorenz Wagner Fotos: Andy Kania