ArbeitsweltLöst Coaching Probleme oder schafft es sie erst?

Lesezeit: 5 Min.

Marcela Barsse/ Getty Images

Wer ständig Krach mit dem Chef oder den Kollegen hat, der geht mittlerweile lieber zum individuellen Coach als zum Betriebsrat. Die Coaching-Industrie freut’s - doch wirklich hilfreich ist das in vielen Fällen nicht.

Von Jonas Junack

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Ein Büro mit wenig Sauerstoff. Neonlicht. Ein Whiteboard, auf das wir nacheinander bunte Zettelchen klebten, auf die wir geschrieben hatten, welche Sorgen uns an unserem Arbeitsplatz umtrieben. Dort standen Dinge wie »Leistungsdruck«, »Überarbeitung« oder »Konflikte/Hierarchie«. Im zweiten Schritt schrieben wir unsere »persönlichen Resilienzstrategien« auf. Mit Reißzwecken pinnten wir neben die Problemzettelchen solche, auf denen Dinge standen wie »sich mit Kollegen austauschen«, »offene Kommunikation«, »berufsunabhängige Hobbys« oder »joggen«. Wir lachten schüchtern, wenn zwei Leute dasselbe aufgeschrieben hatten, und nickten eifrig, wenn Kollegen unangenehme Situationen schilderten. Das war mein Coaching. Es fühlte sich persönlich an.

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