Kunst»Zurück aufs Wasser«

Aus Heft 46/15
Mark Mangion, geboren 1976 auf Malta, studierte Malerei und Bildhauerei in London und New York. Er tritt auch regelmäßig als Kurator in Erscheinung, zum Beispiel gründete er die beiden interdisziplinären Diskursplattformen  Malta Contemporary Art  (2008) und  Parallel Borders  (2012), auf denen Künstler zu geopolitischen Themen arbeiten und ausstellen. Mangion lebt in New York und Valletta.
Mark Mangion, geboren 1976 auf Malta, studierte Malerei und Bildhauerei in London und New York. Er tritt auch regelmäßig als Kurator in Erscheinung, zum Beispiel gründete er die beiden interdisziplinären Diskursplattformen Malta Contemporary Art (2008) und Parallel Borders (2012), auf denen Künstler zu geopolitischen Themen arbeiten und ausstellen. Mangion lebt in New York und Valletta. Pressebild

Mark Mangion wohnt momentan in New York und wird wohl immer ein Nomadenleben führen. Doch sein Zuhause ist das Mittelmeer. Hiermit setzt er sich künstlerisch auseinander.

Von: Mark Mangion

»Das Mittelmeer ist mein Zuhause, auch wenn ich momentan in New York wohne und wohl immer ein Nomadenleben führen werde. Aber ich wurde auf Malta geboren, dieser winzigen und damals ziemlich isolierten Insel im Mittelmeer, und ich verbinde viele Kindheitserinnerungen mit der Küste und dem Wasser.

Vor fast zehn Jahren begann ich, an einer Serie von Filmen zu arbeiten, die sich mit dem Thema Migration auseinandersetzen. Besonders interessiert hat mich die Rolle von Malta, das als Anlaufstelle und Zwischenstation auf halbem Weg von Afrika nach Europa in die Migrations- und Flüchtlingslogik hineingezogen wurde. Als ich die Einladung bekam, bei der Edition 46 mitzumachen, musste ich sofort an einen dieser Filme denken. Er trägt den Titel The Departure, und ich dachte, wenn ich diesen Film aufbereite und wiederbelebe, ließe sich vielleicht eine Verbindung herstellen zwischen der aktuellen Situation und einer Zeit, die fast zehn Jahre zurückliegt, aber relevant ist für die verworrene Lage, in der wir uns heute befinden. Ich hatte damals vier Afrikaner eingeladen, segeln zu lernen; Männer, die ein paar Jahre zuvor übers Mittelmeer nach Malta gekommen waren. Der Segeltrip war seit der Flucht ihr erster direkter Kontakt mit dem Meer, sie sind noch einmal zurück aufs Wasser. Ich habe Teile dieses Films transkribiert und in Dialogfassung gebracht. Dead Reckoning heißt die kleine Szene, die teils banal und komisch ist, weil die Männer mit dem Boot zurechtkommen müssen, aber auch traurig, weil sie daran erinnert werden, was sie durchgemacht haben.«

Foto und Texte: Mark Mangion

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