Claude MonetDer Seerosen-Effekt

Aus Heft 42/24

Lesezeit: 5 Min.

In der Serie »Emily in Paris« gleitet Emily in einem solchen Boot über den Seerosenteich. Im echten Leben dürfen das nur die Mitarbeiter.
In der Serie »Emily in Paris« gleitet Emily in einem solchen Boot über den Seerosenteich. Im echten Leben dürfen das nur die Mitarbeiter. Foto: Dorothea Wagner

750 000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr die wiederhergestellten Gärten des Malers Claude Monet. Kann man die Schönheit dort zwischen all den Touristenströmen überhaupt noch wahrnehmen? Die überraschend klare Antwort: ja.

Von Dorothea Wagner

A

An diesem Morgen hat die Schönheit noch geschlossen. Dunkelgraue Wolken hängen über dem See, die Blüten der Seerosen sind kaum zu erahnen. Sie öffnen ihre Kelche nicht an kalten Vormittagen, sondern lieber bei Sonnenschein. Trotzdem hat sich an dem Ufer des Sees eine meterlange Schlange gebildet. Die Besucher stehen an für ein Selfie mit der besten Aussicht. Wenn man sich unter einem bestimmten Pavillon fotografiert, sieht man nicht nur den See und die Seerosen im Hintergrund, sondern auch Claude Monets rosafarbenes Wohnhaus mit den grünen Fensterläden. Jeder Besucher nimmt sich nur ein paar Sekunden Zeit für sein Foto, bevor er den Platz aus Höflichkeit an den nächsten hinter ihm weitergibt.

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