KunstFranz von Saalfeld

Aus Heft 46/22

Lesezeit: 4 Min.

Franz von Saalfeld  o. T.  Tusche und Aquarell auf Papier  70 x 100 cm 2022
Franz von Saalfeld
o. T.
Tusche und Aquarell auf Papier
70 x 100 cm 2022 Foto: Axel Schneider

Hier sehen Sie das Kunstwerk, das Franz von Saalfeld für die Edition 46 des SZ-Magazins geschaffen hat. 

Interview: Tobias Haberl Fotos: Matthias Ziegler

Es dauert ein wenig, bis man mit ihm ins Gespräch kommt, so versunken sitzt er an seinem Arbeitsplatz. Es läuft klassische Musik. Anfangs sagt er nur »Ja«, mehrmals hintereinander, wirkt abwesend, will nicht gestört werden, aber mit etwas Geduld klappt es. Franz von Saalfeld, 60, ist ein geheimnisvoller Mensch. Er sagt nicht viel, zeichnet aber wie besessen, singt im Chor, schreibt Theaterstücke, für die er Kulissen baut. Sein Vater war Kunstprofessor an der Mainzer Universität, seine Mutter Pianistin, ­seine Schwester ist ebenfalls Künstlerin. Seine Arbeiten zeigen oft bundes­repu­blika­nische Kleinstadtidyllen, Straßenfluchten, Rummelplätze, Karnevalsumzüge – es bleibt rätselhaft, ob es sich um Erinnerungen handelt. Mal deutet er es an, dann wieder sagt er: »Das ist alles in meinem Kopf.« Immer wieder tauchen auch fantastische Wesen in seinen Bildern auf, Geister, Engel, Teufel, Menschen mit Tierköpfen. Woher kommen diese Wesen? Was bedeuten sie? Sind sie gut oder böse? Franz von Saalfeld lebt in Ingelheim am Rhein. Er liebt Karneval. Am Rosenmontag kommt er grundsätzlich verkleidet ins Atelier, zuletzt als Pampelmuse.

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