Ridley Scott im Interview»Der einzige Kritiker, der zählt, bist du selbst«

Aus Heft 34/26

Lesezeit: 8 Min.

Dem Tod ist Scott im Leben oft begegnet – aber wenn er nach vorn blickt, fragt er sich lieber, ob irgendwann Außerirdische auf die Erde kommen könnten.
Dem Tod ist Scott im Leben oft begegnet – aber wenn er nach vorn blickt, fragt er sich lieber, ob irgendwann Außerirdische auf die Erde kommen könnten.
Foto: Josh Telles

Der Regisseur Sir Ridley Scott hat 30 Filme gedreht, darunter Alien, Gladiator und Blade Runner. Ein Gespräch über sein neustes Werk und das Glück, auch mit 88 Jahren noch arbeiten zu können.

Interview von Max Fellmann

SZ-Magazin: Herr Scott, in Alien haben Sie Menschen im All aufeinandergehetzt, in Gladiator in der Arena, in Ihrem neuen Film Das Ende der Sterne bekämpfen sich die letzten Überlebenden einer Grippe-Pandemie. Durch Ihr ganzes Film­schaffen zieht sich die Frage, ob Mensch und Mensch in Extremsituationen miteinander können. Sind Sie zu einem Ergebnis gekommen?
Ridley Scott: Ich glaube, es wird immer von beidem etwas geben, Miteinander und Gegeneinander. Wenn man vernünftig ist, schließt man sich zusammen. Wenn man stammesorientiert ist, hält man zum Stamm. Ich glaube, in so einem Fall wie der menschenleeren Welt nach der Katastrophe würden wir uns im Handumdrehen in Stämme aufteilen. Die Überlebenden würden sich zu Gruppen zusammenschließen und gegen­einander vorgehen.

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