KosmosWeiche Faktoren

Aus Heft 1/18
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Polstermöbel sind viel mehr als Sitzgelegenheiten – doch Erwachsene viel zu verstockt, um das zu begreifen.

Von: Max Scharnigg

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Als Kind findet man bekanntlich größtmögliche Erfüllung im Besteigen von Polstermöbeln. Ein Sofa mit losen Kissen und Auflagen ersetzt ungefähr zehn Jahre lang andere Spielgefährten. Im Grunde würde es für die Eltern genügen, möglichst klobige Polster-Eckteile und Stoffwürfel in großer Zahl im Kinderzimmer zu platzieren und die Tür zu schließen, das Sofagestell ist nicht notwendig. Leider verstehen die meisten Erwachsenen aber nicht die Freude am Durchwandern von Sofalandschaften und am Verschleppen von Sofaeinzelteilen. Nein, das Ding soll langweilig und unzerlegt im Wohnzimmer stehen und lediglich gesittet mit dem Hinterteil benutzt werden. Nur einmal im Jahr klettern Erwachsene selbst auf das Sofa, um mit dem Staubsaugrohr zu Spinnweben an der Decke vorzudringen. Dann schwanken sie auf den Kissen bedenklich herum und bewegen sich insgesamt wie auf Treibsand. Peinlich! Immerhin hat Moncler jetzt genau für diese Ausnahmesituation einen Schutzanzug entwickelt.

Foto: Martin Fengel

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