KosmosÜber den Reiz von Fotoautomaten

Aus Heft 23/20
Stehvermögen: Tasche »Whitney« aus der Edition zum fünften Jubiläum der Whitney Bag von Max Mara.
Stehvermögen: Tasche »Whitney« aus der Edition zum fünften Jubiläum der Whitney Bag von Max Mara. Foto: Sophie Green

Sie brauchen ein neues Passfoto? Dann hören Sie auf diesen Rat: Nutzen Sie dafür die wunderbare Steinzeit-Erfindung des Fotoautomaten. Kein technischer Schnickschnack kommt an dieses Erlebnis heran.

Von Max Scharnigg

I

In der Natur gibt es den Begriff der »lebenden Fossilien« für Arten, die seit der Urzeit unverändert vor sich hin existieren. Im Digitalzeitalter sind Passfotoautomaten solche lebenden Fossilien. Wann immer man aufgefordert wird, ein Passfoto abzugeben, staunt man jedenfalls darüber, dass dieser Vorgang immer noch a thing ist. Danach folgt die stets gleiche Denkkette: Habe ich noch irgendwo ein Passfoto? Gilt das, auch wenn es zwölf Jahre alt ist? Muss ich mich wirklich in so eine Fotokiste setzen, oder gibt’s da inzwischen eine App? Sicher, man kann es am Computer so hinfummeln, dass es wirkt wie aus dem Automaten. Aber das kostet mehr Nerven als die 40 Sekunden hinter dem Vorhang, der aus einem öffentlichen Raum einen privaten machen soll. Und es hat doch was von einem Zaubertrick in Las Vegas: Vorhang, Trommelwirbel, hier sehen Sie die Dame mit Handtasche, aber ohne Oberleib! Gut außerdem: Wenn man auf den Fotos blöd aussieht, kann man es auf den Automaten schieben. Zu Hause ist man immer selbst schuld.

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