Kino»Brad Pitt hat gesagt: Ich möchte das unbedingt spielen«

Aus Heft 45/23

Lesezeit: 14 Min.

An dieser Bronze-Skulptur von Alicja Kwade kommt Edward Berger vorbei, wenn er Freunde in ­Berlin-Mitte besucht.
An dieser Bronze-Skulptur von Alicja Kwade kommt Edward Berger vorbei, wenn er Freunde in ­Berlin-Mitte besucht. Jelka von Langen

Edward Berger hat mit dem Film »Im Westen nichts Neues« so viele Oscars gewonnen wie kein deutscher Regisseur vor ihm. Was wird dadurch anders? Kann man danach wirklich die größten Stars bekommen? Ein Interview in drei Stationen.

Interview: Lars Reichardt Fotos: Jelka von Langen

»Das musst du unbedingt machen!«, rief Edward Bergers ­Tochter Matilda beim Abendessen, als sie hörte, dass ihr Vater über­legte, Erich Maria Remarques Roman Im Westen nichts Neues zu ver­filmen – die damals 17-Jährige hatte das Buch gerade in der elften Klasse gelesen. Berger gehorchte, so erzählt er es. Sein Film startete im Oktober 2022 und war in Deutschland umstritten. Zu brutal, hieß es vereinzelt, zu viele ­unnötige Abweichungen vom Buch. Aber: Vier Oscars bekam Im Westen nichts Neues im März 2023 zuerkannt, unter anderem für den Besten Internationalen Film. Edward Berger, 53, lebt in Berlin und arbeitet in aller Welt. Das SZ-Magazin sprach vor der Verleihung, kurz danach und jetzt wieder mit ihm: Wie verändert so ein Erfolg sein Leben und seine Arbeit?

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