Nur eine Brücke trennt die kleine Insel Skeppsholmen vom Trubel der Stockholmer Altstadt. Doch schon nach wenigen Schritten wirkt diese Insel wie eine ganz andere Welt: grün, ruhig, überschaubar, mit Spazierwegen zwischen Obstbäumen und entlang des Wassers.
In ihrem Herzen stehen zwei mächtige Backsteinbauten von 1699. König Karl XII. ließ sie für seine heimkehrenden Gardesoldaten errichten, in einer Zeit großer wirtschaftlicher Not. Die Ziegel stammten aus Schlossruinen in der Region, frühes Recycling in großem Stil. Später dienten die Gebäude als Armenhaus, Marinekaserne, Lagerräume und Büros. Und heute beherbergen sie das »Hotel Skeppsholmen«, das mit skandinavischer Zurückhaltung saniert wurde: weiße Wände, Leinen, Holz.

Gleich nebenan befindet sich das Moderna Museet mit Werken von Picasso, Dalí, Matisse und Warhol. Wer abends nicht mehr von der Insel will, isst im Restaurant »Långa Raden« Fleischbällchen mit Preiselbeeren, Kalix Löjrom – das ist ein Fischrogen, den man in Schweden auch »rotes Gold« nennt – auf knusprigen Kartoffeln sowie »Hotel Skeppsholmen«, von dem man hört, es sei eines der besten hier in Stockholm. Kräuter und Gemüse stammen teils aus dem eigenen Garten.
Tennis spielen kann man auf der kleinen Insel mitten in der Stadt auch: Der Platz direkt vor dem Hotel am Wasser ist der erste Outdoor-Court Schwedens, gebaut 1882 von König Oskar II.
Hotel Skeppsholmen
Gröna gången 1
111 49 Stockholm, Schweden
Tel. 0046/8/407 23 00
Doppelzimmer inkl. Frühstück ab 225 Euro pro Nacht
hotelskeppsholmen.se
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