Gute Hotels haben oft einen charakteristischen Duft. Im »The Dean« ist das der Geruch von noch warmer Brioche, mit Mehl bestäubten Sauerteiglaiben und butterigen Croissants. Keine Kreation aus dem Diffusor: Zum Hotel im gediegenen Berliner Stadtteil Charlottenburg gehört eine kleine, sehr feine Bäckerei, die Hotel und Nachbarschaft versorgt. Der Bäckerei-Tresen ist ein Teil der Lobby. Es passiert durchaus, dass Gäste sich beim Einchecken erst mal mit einem Kardamom-Teilchen und Cappuccino auf die Couch am Fenster setzen und ganz gemütlich ankommen.

Das Hotel ist in Laufweite zum Ku’damm und eröffnete im Februar 2026. Es hat 81 Zimmer, gestaltet von der Innenarchitektin Rachael Gowdridge. Sie gilt als eine der besten Englands. Im »The Dean« hat sie die Wandpaneele in Mauve streichen und lange Vorhänge in der Farbe von Marsala-Wein aufhängen lassen. Dazu passen die dunkelblauen Betten und grünen Teppiche. Hübsch.
Das Haus war der erste internationale Ableger einer irischen Gruppe, in München gibt es inzwischen eine weitere Filiale. Zu erkennen gibt sich die irische Marke anhand der Chips-Tüten und des Jameson-Whiskys in der Minibar. Oder anhand des Guinness-Zapfhahns im Hotelrestaurant »Benedict«. Am Wochenende sollte man auch fürs Frühstück reservieren. Es gibt Shakshuka und natürlich die namensgebenden Eggs Benedict. Dazu – so will es der Trend – Espresso Martinis. Manche Mitarbeiter singen, während sie zwischen den Tischen umhergehen.
The Dean Berlin
Uhlandstr. 49
10719 Berlin
Tel. 01515/906 01 55
Doppelzimmer ab 135 Euro/Nacht ohne Frühstück.
thedeanhotels.com
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