
Dabei waren ja viele Stars, und für Bowie wie Lemmy gilt das besonders, deshalb Ausnahmen, weil sie sich gegen herkömmliche Klassifikationen, gegen bürgerliche Ordnungen, gegen alle Regeln gestellt haben. Der eine durch ständige Neuerfindung, der andere durch besonders beherztes Ihr-könnt-mich-alle-am-Arsch-lecken. Es ist, als würden die Fans nun sagen: Wir haben sie dafür bewundert, dass sie ANDERS waren, aber jetzt, da sie tot sind, hätten wir sie schon ganz gern eingeordnet, aufgeräumt und nach klassischen Mustern geehrt. Als sei deren Größe damit endlich auch unter Chemikern, Gastronomen, Astrophysikern und Mitarbeitern des Verkehrsreferats gesichert.
Natürlich spricht rein gar nichts gegen eine Bowie-Straße oder ein Lemmy-Element. Alles schöne Ideen, die vor allem von Respekt und Verehrung künden. Aber es ist auch, als würde man Bowie nachträglich zum Sir adeln und Lemmy in einen ordentlichen Herrenanzug stecken. Ein bisschen absurd.
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Auf welches Lied können sich gerade alle einigen? Warum? Und was ist das Besondere daran? In dieser Kolumne besprechen Max Fellmann und Jan Stremmel jede Woche die Hits der aktuellen Single-Charts. Fellmanns Favoriten in der Geschichte der Nummer-Eins-Hits bis jetzt: »Azzurro« von Adriano Celentano (Italien 1968); »House Of Fun« von Madness (Großbritannien 1982), »U Can’t Touch This« von MC Hammer (Schweden 1990), »Emanuela« von Fettes Brot (Österreich 2005) und »Blurred Lines« von Robin Thicke (Deutschland 2013).
