In Deutschland wächst nicht nur der meiste, sondern auch der beste Riesling der Welt. Die Trauben reifen in den Steilhängen der Mosel ebenso wie in flacheren Parzellen von Rheinhessen oder der Pfalz. Charakteristisch für Rieslingweine ist eine ausgeprägte Säure gepaart mit Apfel-, Zitrus- oder auch Pfirsichnoten. Die Weine werden sowohl trocken, halbtrocken als auch als Süßweine ausgebaut. »Wer Wein liebt, kommt daher am Riesling nicht vorbei«, findet Sommelier Tobias Klaas. Im Restaurant »Brothers«, das er mit seinem Zwillingsbruder Markus betreibt, schenkt der Sommelier vor allem reifere Rieslinge aus, doch auch den jungen Weinen kann er etwas abgewinnen. Für das SZ-Magazin hat der Experte die gerade auf den Markt gekommenen trockenen 2023er Rieslinge von Winzerinnen und Winzern aus Deutschland verkostet. Dabei handelt es sich um die jeweils günstigsten Weine eines Weinguts. Preislich liegen alle 16 Flaschen zwischen knapp acht und 16 Euro. Klaas probierte und bewertete die Weine erst blind und erfuhr dann in einem zweiten Schritt, um welche Weingüter und Anbaugebiete es sich handelt. »Ich war überrascht, wie unterschiedlich und vielfältig die Weine in dieser Einstiegskategorie sind.« Ein Tipp vom Experten: »Wem 2023er Weine zu jung sind, dem empfehle ich den 2022er Jahrgang. Denn auch einfachere Rieslinge profitieren von einer gewissen Reifezeit.«
Gut getestet»Dieser Wein ist so brachial, dass ich vor Freude grinsen muss«
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Riesling gilt in Deutschland als »Königin der Reben«. Der Sommelier Tobias Klaas hat 16 trockene Rieslinge aus Deutschland für unter 16 Euro verkostet. Ihn überraschte, wie unterschiedlich selbst günstige Weine waren.
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