Reis ist die Basis vieler Gerichte – deswegen kommt es auf die Qualität an. »Das Fundament eines Hauses muss schließlich fest stehen, bevor es nach Belieben dekoriert werden kann«, sagt Thu Thủy Pham, die mit Thao Westphal den Berliner Imbiss »Rice Service« gegründet hat. In ihrem Laden servieren sie einen Jasminreis, den sie gemeinsam mit ihrem Rezept-Entwickler Kenneth Lam ausgewählt haben – in vielen Haushalten in Deutschland ist hingegen Langkornreis am beliebtesten. Doch egal welche Sorte: Reis verbindet, besonders in der Diaspora. »Auch wenn unterschiedliche Reissorten in verschiedenen asiatischen Ländern gekocht werden, hat man direkt einen gemeinsamen Nenner. Wir haben bei der Recherche für den Laden gemerkt: Unsere Familien, die aus Vietnam und Hongkong gekommen sind, hatten alle mit Reis zu tun«, sagt Kenneth Lam über die Zusammenarbeit mit den beiden Gründerinnen. Mit »Rice Service« wollen Thu Thủy Pham, Thao Westphal und Kenneth Lam das kulturelle Erbe ihrer Familien transportieren und dabei eine neue Geschichte beginnen: »Menschen, die in dieses Land migriert sind, bieten oft Dienstleistungen an, die geringgeschätzt und dementsprechend schlecht entlohnt werden. Die Arbeit der Generation unserer Eltern war oft hart, in ihren Imbissen boten sie westliche Versionen asiatischer Gerichte an. Wir möchten weiter guten Service bieten, aber das Wort neu besetzen – mit einem Augenzwinkern.«
Gut getestet»Reis altert wie guter Wein«
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Reis zählt zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln – er ist viel mehr als nur Sättigungsbeilage. Doch findet man auch im Supermarkt richtig gute Körner, die nicht zu trocken oder brüchig sind? Rezeptentwickler Kenneth Lam hat zehn Sorten getestet.
Von Emilia Stemmler