SZ-Magazin: Was für eine Beziehung hatten Sie in Ihrer Kindheit zur Kirche?
Dagmar Vacano: Ich komme aus einem evangelischen Elternhaus und es war normal, sonntags zur Kirche zu gehen. Fünfzigerjahre, alles ein bisschen karg, Jugendarbeit gab es eigentlich nicht. Meine Mutter war religiös eingestellt und hat uns jeden Morgen das Kalenderblatt mit der Tageslosung auf den Tisch gelegt. Als Heranwachsende hat mich das eher gestört.
Gut gemacht – Ideen für ein besseres Leben»Der Weg zurück zur Kirche führte nicht über den Kopf«
Lesezeit: 5 Min.

Dagmar Vacano in der Erlöserkirche in München-Schwabing, nahe der Münchner Freiheit.
Lorenz MehrlichAls junge Frau trat Dagmar Vacano, wie gerade so viele, aus der Kirche aus. Jahrzehnte später begab sie sich auf die Suche nach einer sinnstiftenden Tätigkeit. Sie fand sie völlig unerwartet in einer Gemeinde – und einen neuen, persönlichen Glauben dazu.
Interview: Johannes Waechter Fotos: Lorenz Mehrlich