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Barbara Krieger-Mettbach ist Diplom-Oecotrophologin und Fachbuchautorin. Zudem arbeitet sie bundesweit als Trainerin, Referentin und Beraterin für Unternehmen der Nahrungsmittelbranche:
»Es macht nichts, wenn man ab und zu hochverarbeitete Lebensmittel isst. Aber viele Leute ernähren sich fast ausschließlich von hochverarbeiteten Produkten – angefangen beim Toastbrot über die Fertigpizza bis hin zum Aufbackbrötchen oder verpacktem Kuchen.
Unsere natürlichen Lebensmittel sind anders zusammengesetzt als die Hochverarbeiteten. Ein Lebensmittel gilt dann als hochverarbeitet, wenn es vielen Verarbeitungsschritten unterzogen wird und zudem viele Zusatzstoffe enthält, oftmals auch solche, die auf gentechnischem Wege hergestellt werden. Außerdem entsprechen hochverarbeitete Lebensmittel von den Nährwerten her nicht dem, was wir essen sollten. Meistens enthalten sie zu viel Fett, Salz und gesättigte Fettsäuren. Gleichzeitig fehlen Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Meist gilt: Je weiter die Lebensmittel verarbeitet sind, desto länger ist die Zutatenliste.
Bei hohem Konsum sinkt die Diversität der Darmbakterien, wodurch stumme Entzündungen gefördert werden. So werden auch verschiedenste Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes Typ zwei, Übergewicht, Adipositas oder auch Arthrose und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen begünstigt.
Dazu kommt, dass man die meisten hochverarbeiteten Lebensmittel nicht besonders intensiv kauen muss und sie sich leicht schlucken lassen. Sie können schnell gegessen werden und laufen an unserem Hungersättigungsmechanismus etwas vorbei. Dieser setzt erst nach circa 15 Minuten ein, weshalb man schnell zu viel isst.
Vegetarier und Veganer können statt hochverarbeiteter Fleischersatzprodukte gut Tofu und Tempeh zu sich nehmen, das ist optimal. Zudem sind Hülsenfrüchte mehr als empfehlenswert, da sie sehr nährstoffreich sind und eine gute Proteinquelle bieten.
Für Leute, die wenig Zeit zum Kochen haben, bieten hochverarbeitete Lebensmittel natürlich Vorteile. Aber es gibt inzwischen auch schon Hersteller, die Getreide und Hülsenfrüchte in Bioqualität anbieten. Die sind bereits vorbereitet, also gekocht und im Beutel vakuumiert und müssen nur noch aufgewärmt werden. Das ist schnell, aber nicht hochverarbeitet.«
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