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Alex Wahi ist Fernsehkoch beim Sat.1 Frühstücksfernsehen und führt das Restaurant »Oskars« auf Mallorca:
»Ghee ist im Prinzip nichts anderes als Butterschmalz, nämlich geklärte Butter. Der Unterschied liegt in der Zubereitung: Ghee wird in der Regel etwas länger erhitzt als deutscher Butterschmalz. Dadurch entwickelt es eine leicht karamellige, nussige Note und hat einen geringeren Wasseranteil, was die Haltbarkeit verlängert. In warmen Ländern wie Indien oder Pakistan, aus denen Ghee ursprünglich stammt, stellte diese Eigenschaft vor Hunderten oder Tausenden von Jahren einen erheblichen Vorteil bei der Lagerung dar.
Ich habe Ghee zum ersten Mal als Fünf- oder Sechsjähriger in Indien kennengelernt. Dort wird Ghee nicht nur verspeist: Ich habe damals gesehen, wie Menschen ihre Hände damit einrieben oder es als Haarpflege verwendeten. Beim Verzehr soll Butterschmalz die Verdauung anregen und Abwehrkräfte stärken. Außerdem kann Ghee durch den niedrigen Wasseranteil stärker erhitzt werden als normale Butter, und da die Milcheiweiße beim Klären getrennt werden, ist es laktosefrei – ein echtes Plus für Leute mit Laktoseintoleranz.
Butterschmalz lässt sich sehr einfach selbst herstellen: Butter bei etwa 50 bis 60 Grad ungefähr eine Stunde lang erhitzen – aber nicht kochen lassen –, bis sich die Molke vom Fett trennt, den Schaum abschöpfen und durch ein Küchentuch filtern. Im Handel kostet ein halbes Kilo aktuell zwischen 10 und 15 Euro. Am besten luftdicht verschlossen lagern.«
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