Glaube und ReligionDer geheimnisvolle Faden

Aus Heft 28/17

Lesezeit: 12 Min.

Rabbi Moshe Tauber kontrolliert die Schnur seit 19 Jahren. Er hat einen so routinierten Blick auf die feine weiße Linie, dass er das Fernglas nur selten braucht.
Rabbi Moshe Tauber kontrolliert die Schnur seit 19 Jahren. Er hat einen so routinierten Blick auf die feine weiße Linie, dass er das Fernglas nur selten braucht.
Foto: Noah Rabinowitz

Große Teile Manhattans sind von einer feinen weißen Schnur umgeben. Sie spannt sich von Laterne zu Laterne, so hoch, dass man sie kaum sehen kann. Was steckt dahinter?

Von Max Fellmann

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Doch, wenn man genau hinsieht, wenn man die Augen halb zukneift und konzentriert hinaufschaut zur Spitze des Laternenmasts, dann sieht man die Schnur. Dünn und weiß hängt sie da oben, führt die ganze Straße entlang bis zum Laternenmast an der nächsten Kreuzung. Ein sanft geschwungener Bogen, parallel zur Bürgersteigkante. Alles in Ordnung. Rabbi Moshe Tauber nickt, gibt leicht Gas und biegt an der nächsten Ecke ab.

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