GetränkemarktDas Schönste und Schrecklichste, das man tun kann

Aus Heft 18/21

Lesezeit: 2 Min.

Foto: Maurizio Di Iorio

Bei der Kombination von Alkohol und Karaoke gibt es vier wichtige Regeln. Hält man sich wie unsere Autorin mal nicht daran, reagiert das Publikum mit Entsetzen.

Von Simone Buchholz

S

»Simone«, sagte mein Freund Achim. Er hatte sein Bierglas in der Hand, das Glas war auf halbem Weg zum Mund stehengeblieben, die Bewegung war erstarrt, sein Gesicht komplett außer Fassung. »Simone«, sagte er noch mal. »Das war das Schönste und gleichzeitig das Schrecklichste, was du jemals getan hast.« Es war schon spät in jener Nacht vor ein paar Jahren, und wir waren an der Endstation angekommen, bitte aussteigen und ab in die Karaoke-Bar. In Hamburg gibt es nur eine ernst zu nehmende Karaoke-Bar, und das ist die »Thai Oase«. Wer sich jemals in diesem speziellen Endzustand befunden hat und zufällig auch noch auf St. Pauli war, wird den Laden kennen. Wer nicht, sollte das nach der Pandemie unbedingt nachholen.

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