GetränkemarktWas man von Gin über die Heimat lernen kann

Aus Heft 10/21

Lesezeit: 2 Min.

Foto: Maurizio Di Iorio

Jeder Ort, der etwas gelten will, brennt seinen eigenen Gin. Aber schmecken die Gins dann auch nach diesen Orten? Eine Deutschlandreise.

Von Lara Fritzsche

Deutschland ist föderal, aber Gin ist noch föderaler. Jeder Ort, der was auf sich hält, brennt seinen Gin. Aber hat man es dort dann wirklich mit einem Regionalprodukt zu tun, das Besonderheiten der Gegend schmeckbar in sich trägt, oder ist das ein Marketinggag, um Gin in hübschen Flaschen mit Heimat-Etikett in den örtlichen Bahnhofsshop zu bringen? Geradewegs ins Mitbringselregal neben die Fotobüchlein in Polaroid-Optik über örtliche Wahrzeichen, blinkende Kugelschreiber mit Stadtwappen, Feuerzeuge mit Flamme in Form des Fernsehturms und Magneten für den Kühlschrank mit Sprüchen in Dialekt darauf. »Et kütt, wie et kütt« oder »Norddeutsch für Anfänger. Guten Morgen: Moin, Guten Tag: Moin, Mahlzeit: Moin, Auch hier?: Moin« und so weiter.

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