GetränkemarktTrost für die Hausfrau

Aus Heft 47/21

Lesezeit: 2 Min.

Die Werbe­spots für Frauengold kann man noch immer auf Youtube gucken. Aber schaut man wirklich in die Vergangenheit?
Die Werbe­spots für Frauengold kann man noch immer auf Youtube gucken. Aber schaut man wirklich in die Vergangenheit? Foto: Maurizio Di Iorio

Endlich wieder die Familie glücklich machen, so lautete das Werbeversprechen von Frauengold, einem Alkohol-Saft aus der Wirtschaftswunderzeit. Graue, frauenfeindliche Zeiten waren das – aber sind sie wirklich vorbei?

Von Verena Mayer

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Ich wollte ja schon länger einmal über ein Getränk von früher schreiben. Eines, das es nicht mehr gibt und das schön absurd ist. Und was kann absurder sein als Frauengold? Dieses »Nerven- und Kreislauf-Tonikum« in der braunen Flasche, das man den Frauen in den Fünfzigerjahren massenweise gegen Stress und Stimmungsschwankungen verkauft hat. Bis irgendwann klar wurde, warum man sich damit so leicht und entspannt fühlte: Das Zeug enthielt fast 17 Prozent Alkohol. Später kam noch heraus, dass die pflanzlichen Wirkstoffe von Frauengold schlecht für die Nieren waren, weshalb das Mittel 1981 vom Bundesgesundheits­ministerium verboten wurde.

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