GetränkemarktEin Getränk voller Wunden

Aus Heft 7/21

Lesezeit: 2 Min.

Foto: Maurizio Di Iorio

Die betont coole Stadt Berlin lässt sich von einem betont uncoolen Getränk repräsentieren: Berliner Weiße. Die schmeckt ein wenig nach Schweiß und passt zu der Art Leben, das die meisten Menschen in der Hauptstadt führen.

Von Verena Mayer

Wenn man in einer Stadt wie Berlin lebt, hat man ein bestimmtes First-World-Problem. Das Gefühl, ständig von Leuten umgeben zu sein, die un­fassbar jung, hip und schön sind. Und das sind sie ja auch, denn Berlin ist der Ort, der alle paar Monate in irgendeinem Medium als »The World’s Coolest Capital« ausgerufen wird, und dort zieht es nun mal alle interessanten Menschen hin. Man ist also selbst kaum aus dem Bett gekrochen, da haben andere schon einen Club eröffnet, ein Start-up an die Börse gebracht, eine Stilrichtung begründet oder ein Projekt von zeitgeschichtlicher Relevanz hochgezogen.

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