GetränkemarktDas schönste Egal-Gefühl

Aus Heft 28/20

Lesezeit: 2 Min.

Foto: Maurizio Di Iorio

Der Inhalt ist meist warm, abgestanden und über das Verhältnis von Spucke/Getränk sollte man besser nicht nachdenken. Trotzdem vermisst es unsere Autorin, gemeinsam mit anderen aus einer Flasche zu trinken. Weil es um mehr geht, als nur den Durst zu löschen.

Von Lara Fritzsche

E

Es kommt einem inzwischen geradezu verwegen vor. Allein der Gedanke an eine geteilte Flasche unter Autoinsassen auf der Rückfahrt vom See! Man will nach Hause, es ist spät geworden, alle hatten zu viel Eis und sind jetzt ungeheuer durstig. Auf der Hinfahrt hatte jeder seine eigene Flasche, aber jetzt ist nur noch dieses leicht abgestandene Wasser übrig, das man auch nur zu dem Preis trinken kann, dabei die warme Luft aus der Plastik­flasche einzuatmen. In Corona-Zeiten natürlich undenkbar, und so richtig klingt es auch erst mal nicht nach etwas, was unbedingt zu vermissen wäre. Ist es aber.

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