Der Abend hatte eigentlich schon Wochen vorher begonnen, mit einer ziemlich brillanten Idee. »Geh halt mal raus!«, hatte eine Freundin zu mir gesagt. Sie fand, ich solle mal gucken, was in der Welt so los sei. Na ja, in München halt. Eine Idee, die ich mir in der folgenden Zeit immer mal wieder hervorrief, dann wieder verwarf und schließlich als so banal einstufte, dass man sie entweder umsetzte oder es bleiben ließ. Ich zog mich also an und ging in eine Bar. Einfach so, ganz allein, ohne dass irgendjemand etwas darüber wusste.
GetränkemarktWas darf es sein?
Aus Heft 12/20
Lesezeit: 2 Min.

Eine schöne Frage, wenn man richtig hinhört. Machen wir aber viel zu selten, weil wir so gut wie nie alleine in eine Bar gehen. Warum eigentlich? Über geschenkte Zeit und das Gefühl, kurz mal abzutauchen.
Von Lara Fritzsche
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