SZ-Magazin: Frau Hofmann, warum landen wir so oft bei Floskeln wie »Alles wird gut« oder »Das wir schon wieder«, wenn wir jemanden trösten wollen?
Madeleine Hofmann: Wenn ein uns nahestehender Mensch traurig ist, haben wir das Bedürfnis, diesen Zustand sofort zu verbessern. Dabei müssen wir das gar nicht. Man darf traurig sein – und es dauert, bis man überhaupt in der Lage ist, Trost zu empfangen.
Gesundheit»Wenn sich jemand gar nicht meldet, tut das besonders weh«
Lesezeit: 10 Min.

Die Autorin Madeleine Hofmann war Anfang 30, als bei ihr Brustkrebs entdeckt wurde. Während der Krankheit spürte sie, wie wichtig Trost ist. Wie aber macht man es richtig? Ein Interview über die beste Reaktion, die sie erhalten hat – und Dinge, die man weder sagen noch tun sollte.
Interview von Hannah Mara Schmitt