SZ-Magazin: Frau Hofmann, warum landen wir so oft bei Floskeln wie »Alles wird gut« oder »Das wir schon wieder«, wenn wir jemanden trösten wollen?
Madeleine Hofmann: Wenn ein uns nahestehender Mensch traurig ist, haben wir das Bedürfnis, diesen Zustand sofort zu verbessern. Dabei müssen wir das gar nicht. Man darf traurig sein – und es dauert, bis man überhaupt in der Lage ist, Trost zu empfangen.
Gesundheit»Wenn sich jemand gar nicht meldet, tut das besonders weh«
Lesezeit: 10 Min.

Madeleine Hofmann, geboren 1987, studierte Politikwissenschaften und Soziologie. Sie lebt als Autorin und freie Journalistin in Berlin. 2025 erschien ihr erzählendes Sachbuch Trost. Was wir alle brauchen bei Kein & Aber. Für ihre Recherchen wurde sie mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.
Foto: Bahar KaygusuzDie Autorin Madeleine Hofmann war Anfang 30, als bei ihr Brustkrebs entdeckt wurde. Während der Krankheit spürte sie, wie wichtig Trost ist. Wie aber macht man es richtig? Ein Interview über die beste Reaktion, die sie erhalten hat – und Dinge, die man weder sagen noch tun sollte.
Interview von Hannah Mara Schmitt