Ja, natürlich, der Winter ist vorbei, die Grippe, auch die vom Schwein - passé. Doch nach der Hysterie der letzten Monate gilt im Alltag: Bitte nicht berühren!
Idee: Friederike Knüpling
C
Claudia Boldt (Illustrationen)
Faustformel: Der förmliche Händedruck erscheint vielen Menschen inzwischen zu riskant. Das lockere Aneinanderstupsen der Fingerknöchel ist eine Anleihe aus der Hip-Hop-Szene - die kleinere Berührungsfläche mindert das Ansteckungsrisiko. Pressebild
Fingerfood: Nach wie vor lehnt die katholische Kirche Kondome ab; der Einsatz von Gummihandschuhen bei der Kommunion ist in Seuchenzeiten hingegen gottgefällig geworden. Pressebild
Bodycheck: Kräftiger Ellenbogeneinsatz und anschließender Druck mit der Schulter haben das traditionelle Türöffnen mit der Hand ersetzt. Pressebild
Armdrücken: Das hygienisch einwandfreie Benutzen von Seifenspendern und Wascharmatur mit dem Arm hat in weiten Schichten der Bevölkerung um sich gegriffen. Pressebild
Kontaktsperre: Immer öfter sind an Fahrkartenautomaten Mensch zu beobachten, die nicht mir den Fingerabdrücken anderer Leute in Berührung kommen wollen: Sie bedienen die Tasten mit der EC-Karte. Auch der gute alte Fingerhut kommt vereinzelt wieder zum Einsatz. Pressebild
Trainingsfrust: Die schon immer etwas klebrigen Handgriffe der Fitnessgeräte sind endgültig zur No-go-Area geworden. Abgeschnittene Gewichtheberhandschuhe, bislang Bodybuildern vorbehalten, erobern den allgemeinen Trainingsbereich. Pressebild
Ekelfeder: Den Kugelschreiber des Kellners borgen sich bald nur noch Menschen, die mit ihrem Leben bereits abgeschlossen haben. Ein eigener Stift ist ständig am Körper zu tragen. Pressebild