Seit sieben Jahren bin ich Nichtraucher. Letztens habe ich mir wieder eine angesteckt. Eine echte Zigarette. Geschnorrt vom Freund. Wir saßen draußen im Münchner Baader-Cafe. Es war ein lauer Spätsommerabend, wir redeten über vergangene Zeiten und das Bier im Baader schmeckte so gut. So wie damals, in den 80er Jahren, als wir Abend für Abend am riesigen Zigarettenautomaten herumstanden und uns die Köpfe heißredeten. Die Schachtel Marlboro Lights kostete drei Mark und selbstverständlich durfte in Cafés noch geraucht werden. Ich sage das ohne Nostalgie, denn ich wünsche mir Vieles zurück, stinkvolle Aschenbecher und beißende Nebelschwaden in Cafés sicher nicht. Jetzt aber musste eine Kippe her. Die alten Automatismen waren noch da, anzünden, erster Zug, das Brennen in den Bronchien, Zigarette mit ausladender Bewegung aus dem Mundwinkel nehmen. Dann fährt das Nikotin ein. Kein Gesundheitsminister wird mir je die seltsame Erhabenheit dieses Moments ausreden können.
Gesundheit»Nikotin ist ein problematischer Stoff, eins ist er nicht: krebserregend«
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Früher brauchte unser Autor den Kick von Zigaretten, heute dampft er lieber E-Zigaretten. Hier erklärt er, warum das viel gesünder ist – und viele Krankheiten vermieden werden könnten, wenn Deutschland sich bei der Rauchpolitik an Großbritannien orientieren würde.
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