Psychische Gesundheit»Die Niedergeschlagenheit geht einfach nie richtig weg«

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Vielen Betroffene wissen nicht, dass sie an einer Dysthymie erkrankt sind. Sie glauben »sei seien einfach so«, sagt Psychiater Ulrich Hegerl.
Vielen Betroffene wissen nicht, dass sie an einer Dysthymie erkrankt sind. Sie glauben »sei seien einfach so«, sagt Psychiater Ulrich Hegerl. Foto: Getty Images | Maskot

Ständiges Grübeln, wenig Antrieb, kaum Freude – aber noch keine Depression? Das könnte eine Dysthymie sein. Viele Betroffene erkennen die chronische Krankheit nicht. Psychiater Ulrich Hegerl erklärt die Symptomatik und weiß, was hilft.

Interview von Marvin Ku

SZ-Magazin: Herr Hegerl, die Depression ist als Volkskrankheit bekannt. Von Dysthymie haben aber wohl die wenigsten gehört. Warum?
Ulrich Hegerl: Die Dysthymie ist auch eine Depressionsform, aber sie ist nicht so häufig wie die typische Depression. Das Krankheitsbild ist eher leise, unscheinbar und weniger dramatisch. Der Verlust an Lebensqualität, der mit dieser Erkrankung einhergeht, ist allerdings immens.

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