In den Achtzigern wurde Weihnachten bunt und laut. Damals katapultierte ein Vorläufer des Gameboys, der Tricotronic, die Kinder weg vom Esstisch in die Welt des Gorillas Donkey Kong, der dem Retter einer entführten Prinzessin unter allerlei Pling und Plong Fässer in den Weg feuert. Die Geräte hatten knubbelige Knöpfe und einen Flüssigkeitskristallbildschirm, der blau anlief, wenn man mit dem Finger draufdrückte. Der Walkman der Stunde war von Sony und knallgelb, mit einem filigranen Kopfhörer, der zusammengeklappt aussah wie ein Insekt. Auch alles andere hatte bunt und laut zu sein, die Swatch-Uhr wie die Skiklamotten (also ein einteiliger Overall wie in Fire and Ice oder ein Schneehemd in Neonpink).
Ich wollte aussehen wie jemand aus Flashdance. Sogar Jungs wünschten sich farbige Burlington-Socken und Benetton-Pullover, die hipperen unter ihnen Skateboards und BMX-Räder. Überhaupt kam das Prinzip Marke groß raus, viele wollten etwas, wo in großen Lettern BOSS draufstand, oder ein Polohemd mit grünem Krokodil. Gern malten wir uns, Jungen wie Mädchen, neonfarbenen »Sonnenblocker« ins Gesicht, sobald wir uns den Bergen näherten. Das Einzige, was in Weiß unterm Baum liegen sollte, war die Tenniskleidung, so wie die von Boris Becker. Und allein in schlichtem Schwarz oder Silbergrau durfte der Hifi-Turm mit Doppelkassettendeck und Plattenspieler kommen – eine Gerätschaft, die heute nicht mal mehr Secondhand-Läden zum Wiederverkauf annehmen.
(Kerstin Greiner ist Jahrgang 1973.)
Fast 30 Jahre nach dem Film Fire and Ice von Willy Bogner ist die bunte Skiklamotte wieder groß in Mode. So wie dieses Thermohemd, ebenfalls von Bogner. Pressebild
Erkennungszeichen der Popper: die Burlington-Socken, heute in neuem Design. Pressebild
In den 80ern drehte jeder am bunten Zauberwürfel. Den gibt es heute silberglänzend, mit unterschiedlich großen Steinen. Von Fashion Plaza über amazon.de Pressebild
Ich geb Gas, ich will Spaß: Rennbahnen von Carrera reklamierten ganze Wohnzimmer für sich. Kaum zu glauben, dass die Firma 1985 pleiteging. Nach einer Übernahme ist sie mit neuem Sortiment wieder da, zum Beispiel mit der »Masters of Speed«. carrera-toys.com Pressebild
Aus den USA kamen Anfang der 80er die ersten BMX- Räder: hoher Lenker, kleiner Rahmen. Neues Modell: KHE-bike »EVO 04« über bmx-haus.de Pressebild
Ganz vorne dran: Zwei Wahrzeichen der 80er, die Bauchtasche und die Marke MCM, vereint in einer Neuauflage. Pressebild
Franco Moschino brachte in den späten 80ern die Ironie der Pop-Art in die Mode. Heute haben seine früheren Kreationen Kultstatus. Wieder aufgelegt gibt es den Gürtel bei net-a-porter.com Pressebild
Die Designerin Nathalie Du Pasquier gründete 1981 die Memphis-Gruppe mit. Kein Wunder, dass ihre neue Kissenkollektion »Printed Cushion« für Hay schwer nach damals aussieht. Pressebild
Der Nike »Air Force 1« von 1982 wurde der Liebling der Hip-Hop-Szene. Seitdem kamen mehr als 1700 Modelle auf den Markt, wie dieses neue vom Designer Riccardo Tisci, als High, Mid oder Low Top. store.nike.com Pressebild
Penny-Skateboards waren in den 80ern aus Plastik. Jetzt gibt es das Brett mit biologisch abbaubarem Deck. pennyskateboardsonline.eu Pressebild
Lippenbekenntnis: der passende Lippenstift für die Dark Wave-Gemeinde. Von M.A.C über Ludwig Beck. Pressebild
Der Brite Alexander Gorlizki ist für seine asiatisch inspirierte Kunst bekannt, Swatch seit 1983 für Plastikuhren. Das gemeinsame Werk beider gibt es jetzt in limitierter Auflage, über swatch.de Pressebild
Was der Hackl Schorsch konnte, wird mit diesem Gleiter von Prosperplast zumindest ein bisschen einfacher. Pressebild
Die Platte, mit der Michael Jackson die Welt stürmte: Thriller von 1982 ist das bis heute meistverkaufte Album der Musikgeschichte. Pressebild