FernsehenTobi or not Tobi

Aus Heft 47/22

Lesezeit: 15 Min.

Nikita Teryoshin

Moderator, Welterklärer, Sympathieträger: Tobias Krell ist der erfolgreichste Kopf des deutschen Kinderfernsehens. In der Pandemie wurde Checker Tobi zur Rettung für Lehrer und Schüler. Zeit für die Frage: Könnte der Mann auch Erwachsenenfernsehen?

Von Max Fellmann Fotos: Nikita Teryoshin

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Und auf einmal bist du der Grundschullehrer der Nation. Was willst du machen? Es kam halt so: Die Pandemie legte sich übers Land, die Schulen waren geschlossen, die Schüler sollten plötzlich irgendwie am Computer weitermachen, einen richtigen Plan hatte keiner. Tausende von Lehrern standen vor der Frage: Wie bringe ich denen jetzt zu Hause den Schulstoff einigermaßen lebendig näher? Und alle kamen auf dieselbe Idee: Sie übergaben an einen jungen Mann, sportlich, blonde Tolle, freundliches Grinsen. Tobias Krell, Jahrgang 1986, seit fast zehn Jahren Moderator der KiKA-Fernsehsendung Checker Tobi. Und auf einmal sahen die Hausaufgaben für Dritt- und Viertklässler in ganz Deutschland so aus: Schaut euch bis nächste Woche zu diesem Thema den Müll-Check an, gibt’s auf Youtube. Oder den Zeit-Check. Den Impf-Check. Den Wind-Check. Den Blut-Check. Den Märchen-Check. Den Flüchtlings-Check. Man könnte hier seitenweise Lehrpläne abdrucken und würde kaum auf ein Thema kommen, zu dem es nicht längst eine ziemlich ideale kindgerechte Zusammenfassung im 24-Minuten-Format gibt, moderiert von Krell.

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