FamilieTäter und Opfer

Aus Heft 47/16

Lesezeit: 29 Min.

Zunächst redete Bianca sich ein, dass ihr Vater nur schlafwandelte, wenn er in ihr Zimmer kam.
Zunächst redete Bianca sich ein, dass ihr Vater nur schlafwandelte, wenn er in ihr Zimmer kam. Yann Kebbi

Ein Mann missbraucht seine Tochter sexuell. Er wird verurteilt – und die Familie versucht das Undenk­bare: ihm zu verzeihen. Hier erzählen Tochter, Mutter und Vater unter Pseudonym ihre Geschichte.

Von Lena Niethammer Illustrationen: Yann Kebbi

März 2012: Die Stunde Null

S

Steffi (35): Der Anruf kam zwei Tage vor den Osterferien. Ich kam gerade vom Arzt, da klingelte das Telefon. Wir möchten Sie bitten, in die Schule zu kommen, Ihre Tochter Bianca sitzt hier, es geht um Missbrauch. In dem Moment war mir alles klar. Ich habe meinen Mann an­gerufen und gesagt, die Bianca wurde missbraucht, ich höre mir das jetzt an. Da hat er gestockt. Okay, tu das. Man ist wie ferngesteuert. Ich bin losgefahren, mit einer totalen Leere. Und diesem wahnsinnig schlechten Gewissen.

Zur Startseite

Mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: