FamilieWill ich ein Kind? Das hilft bei der Entscheidung

Lesezeit: 10 Min.

Wer sich im Vorfeld die richtigen Fragen stellt, kann eine klare Entscheidung für – oder auch gegen – Kinder treffen. 
Wer sich im Vorfeld die richtigen Fragen stellt, kann eine klare Entscheidung für – oder auch gegen – Kinder treffen.  Foto: Getty Images/Maki Nakamura

Psychologen, Hebammen und Eltern haben uns verraten, welche Fragen sich Menschen stellen sollten, bevor sie sich entscheiden, Eltern zu werden. Zehn Denkanstöße.  

Protokolle von Merle Hubert , Ivana Sokola und Lucia Theiler

1. Habe ich mit meinem Partner vereinbart, wie wir uns die Care-Arbeit aufteilen werden?

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»In meinem Umfeld beobachte ich immer wieder, dass viele Paare nach der Geburt ihres ersten Kindes in traditionelle Rollenmuster zurückfallen – und die Frau am Ende den Großteil der Verantwortung übernimmt. Viele behaupten zwar, dass sie für Gleichberechtigung sind, aber im Alltag und auch in den Statistiken sieht man, dass Frauen immer noch die Care-Arbeit übernehmen. Sie gehen in der Regel auch länger und häufiger in Elternzeit als Männer. Für mich war es von Anfang an wichtig, dass mein Partner und ich uns das wirklich gleichberechtigt aufteilen – und dass ich mich darauf verlassen kann. Ich wollte Sicherheit, deshalb haben wir schon lange vor der Schwangerschaft Vereinbarungen getroffen: Wer nimmt wann wie viel Elternzeit? Welche beruflichen Pläne haben wir, und wie lassen sich diese mit der neuen Familiensituation in Einklang bringen? Natürlich kamen bei uns beiden auch Zweifel und Fragen auf, wie: »Wie kommt das jetzt im Job an?« oder »Können wir uns das leisten, beide Elternzeit zu nehmen?« Schon während meiner Schwangerschaft habe ich mich entschieden, für den Bundestag zu kandidieren. Das bedeutete viel Organisation und viele Zugeständnisse – von beiden Seiten. Das war ein mutiger Schritt, aber möglich, weil ich wusste, ich habe einen Menschen an meiner Seite, der die Verantwortung für unser Kind genauso trägt wie ich. Diese Sicherheit war für mich die Grundlage, um meine Entscheidung für Kinder selbstbestimmt zu treffen – ohne das Gefühl zu haben, mich zwischen Familie und Beruf entscheiden zu müssen.«

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