Matthias, Martin, Paul und Annika feiern ihren Schulabschluss mit Apfelsaft und einem geteilten Eisbecher. Es ist Juni 2019, ein warmer Abend, an dem es langsam dunkel wird. Die vier sitzen an Straßentischen eines Restaurants in Wien. Mit ihren Füßen zeichnen sie Muster in den Schotter unter dem Tisch, man hört das dumpfe Geräusch der übereinanderrollenden Steinchen. »Ein Lebensabschnitt endet«, sagt der Klassenlehrer Bernhard Hager, als gerade die Lichterketten über ihren Köpfen angehen.
FamilieDie Unpassenden
Aus Heft 14/20
Lesezeit: 23 Min.

Die meisten Menschen mit intellektueller Behinderung verbringen ihre Tage mit Beschäftigungstherapie in Sonderwerkstätten. Warum werden sie nicht besser in die Gesellschaft aufgenommen? Unsere Autorin hat vier von ihnen begleitet – darunter ihren eigenen Bruder.
Von Clara Porak Fotos: Julian Baumann
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